Bahnsinn-Bamberg
30Sep/13Off

Die Bahn droht – WIR reagieren!

545606_web_2_by_Stefan Klaffehn_pixelio.deNeue Web-Seite für kostenlose Einsprüche ist online:

www.bahn-einwand.de

Jahrelang waren die Ausbaupläne der Bahn in weiter Ferne. Diskutiert und gebangt hatte man seit Jahren - alternative Varianten wurden gesucht und vorgeschlagen. Doch nun erscheinen alle Mühen vergebens. Die Bahn hat jetzt ihre indiskutablen Pläne für den nördlichen Landkreis eingereicht. Damit schafft sie Fakten bis in die Stadtgrenze von Bamberg hinein!

Ohne jede Rücksicht auf die Belange aller örtlich Betroffenen beginnt die Bahn mit der Zerstörung unserer Region. Und das im angeblichen Interesse der deutschen Allgemeinheit. Anscheinend gehören die Menschen im nördlichen Landkreis nicht zu dieser einheitlichen Gruppe? Werden sie die ersten Opfer sein, wenn es darum geht, die Last der Planung zu tragen. Diejenigen, die doch sogar Eigentümer der Bahn sind, sollen deren fehlende Kompromisswillen teuer bezahlen?

Bei genauer Betrachtung der nahezu unübersichtlichen Pläne wird das verheerende Ausmaß der zukünftigen Veränderung nach und nach immer deutlicher:

  • Biotope und FFH-Gebiete werden zerstört, ganze Flüsse verlegt
  • Erholungsgebiete werden zerschnitten oder abgetrennt
  • Gemeinden zerteilt und Nachbarn getrennt
  • Zwangsenteignungen drohen - Firmen, Landwirte und Angestellte bangen um ihre Zukunft
  • behinderte Menschen werden diskriminiert - die Teilnahme am ÖPNV wird nahezu unmöglich
  • die Gemeinden stehen vor schier unüberwindlichen Problemen und Kosten

Um diese Folgen abzuwenden oder wenigstens zu mindern steht jetzt nur noch 1 Monat Zeit zur Verfügung. Am 30.10. (Poststempel) endet für die Betroffenen und alle Bürger in ganz Deutschland jegliche Chance, Einsprüche geltend zu machen. Versäumen Sie diesen Termin, verlieren Sie alle Rechte - für immer. Die Bahn erhält damit Baurecht für ihre perfiden Pläne im Norden.

Die Gefahr meterhoher Mauern rückt bedrohlich nahe

Genau dieses Baurecht kommt aber auch dem Ende aller Bamberger Bemühungen für eine optimale Lösung gleich. Die preiswerteste und schonenste Lösung, eine unterirdische Güterzug-Umfahrung wäre tot. Der Güterzug-Tunnel unter der Stadt wird mehr als fraglich und sogar der Weltkulturerbestatus würde wieder gewaltig wanken. Der ergebnisoffen gepriesene Koordinierungskreis wäre (also doch?) nur das übliche Placebo von Bahn und Politik. Der ganze Verhandlungsspielraum der Stadt wäre zerstört.

Kampflos räumen wir niemals das Feld

layout_wGemeinsam mit den betroffenen Bürgern im Landkreis werden wir den ganzen Monat nutzen und an der Seite mit den Gemeinden für unser gutes Recht kämpfen. Vor einem Jahr von uns angestoßen, haben sich nun endgültig Gemeinden (außer Zapfendorf) und Stadt vereint und ziehen an einem Strang. Gemeinsam mit der BI "Das bessere Bahnkonzept" haben wir in Windeseile eine Einspruchs-Webseite erstellt:

www.bahn-einwand.de

Hier haben alle Menschen (auch im restlichen Deutschland) die Gelegenheit, ihre persönlichen Einsprüche direkt am eigenen PC zu erstellen. Hier finden sich auch alle Pläne, Orts-Termine, Informationen und Links zu erfahrenen Anwälten sowie Kontaktadressen. Diese Hilfe stärkt die Solidarität im ganzen Landkreis und ist ein klares Zeichen für den gemeinsamen Kampf gegen diese Bahn-Willkür.

>>  ausführliche Erläuterung zur Einspruchs-Webseite  <<

Leider müssen wir als souveräne Bürger sogar schon für die eigenen Rechte in diesem Land bedingungslos kämfen. In allen Gemeinden liegen die Pläne aus und Einwendungen können auch dort abgegeben werden. Doch die größte Warnung können wir gar nicht laut genug aussprechen:

Verhandeln oder sprechen Sie niemals ohne Anwalt mit der Bahn!

Dort sind Vollprofis beim Einsammeln von Grund und Boden am Werk. Die arbeiten nur für die Interessen der Bahn - aber EUER Eigentum und EUER Recht interessiert niemanden von der Bahn. Nutzen Sie Ihr Recht, machen sie eine Beweissicherung und schieben Sie allen Spielchen und kalten Enteignungen einen klaren Riegel vor!

Niemand ist alleine - WIR sind Viele

 

Wir stehen gerade in dieser Zeit aktiv Seite an Seite - unsere Treffen sind offen für alle Bürger:

immer DIENSTAGs  -->  ab 18:30 Uhr  -->  TAMBOSI am ZOB

Jeder Bürger aus Nah und Fern ist willkommen - aus Eurer Meinung entsteht das Ergebnis der Bürger-Initiativen!

18Aug/120

Der erste Versuch

Viel Wirbel um.... Nichts?

Was war denn das für eine ungewöhnliche Woche? Mitten in den Ferien!

Die Bahn zeigt erstmals Bewegung und schon gerät die Region aus den Fugen. Oder war es am Ende doch nur Taktik? Zwietracht zwischen den Bürgern hilft nur der Bahn und so verwundert die urplötzliche "Bahn-Prüfung" einer Ostumfahrung eigentlich dann doch nicht mehr wirklich...

            -->  Der erste Auftritt: hier im ZDF

 

Noch in der letzten Woche wurde jede Neuigkeit von der Bahn strikt abgelehnt - noch nicht einmal von neuen, genehmigten Lärmschutz-Techniken wollte man etwas wissen. Kaum kündigt sich das ZDF und DIE ZEIT an, schon existiert eine interne Studie, quasi wie aus dem Nichts?

NUR - was hat sich denn dadurch wirklich geändert?

In Wahrheit erstmal rein gar nichts und auch unsere Positionen haben sich wegen so einer "Entdeckung" noch nicht geändert. Es könnte evtl der Beginn eines neuen Weges sein, in dem auch die Kommunen und wir mit am Tisch der Planung sitzen werden. Denn nur dann kann die Stadt und auch der Bürger erkennen, ob sich Wahrheiten und Chancen dahinter verbergen.

Noch wichtiger ist das für die vielen Risiken, die sich hinter jeder einzelnen Variante verbergen können. Keine Lösung kann sowohl für Bamberg, die Bürger und die Bahn gleichzeitig perfekt sein. Gerade deshalb brauchen wir einen gemeinsam erarbeiteten Weg und halten auch nach diesem Schritt der Bahn unsere Forderung aufrecht:

wir brauchen den echten PROJEKT-BEIRAT

Wir warten zur Zeit auf die Antwort eines direkten Schreibens an Dr. Ramsauer und Dr. Grube um zu erfahren, wann und wie der Start aussehen soll. Es geht um ehrliche Mitbestimmung - nicht um ein wenig beraten... Solange wir jedesmal auf die Offenheit der Bahn warten müssen, wird es immer wieder ein Hauen und Stechen bleiben. Im Beirat könnten alle Sorgen, Risiken aber auch Möglichkeiten auf Augenhöhe schon vorher geklärt werden.

Wer vorher mitwirkt, braucht danach nicht mehr kämpfen!

In den nächsten Tagen beginnen wir mit einer Umfrage, bei der die Wünsche der Bürger deutlicher zum Ausdruck kommen sollen! Die Ergebnisse werden möglichst schon bis Ende September zeigen, was den Menschen am Wichtigsten ist! Worauf muss bei den Verhandlungen am Meisten geachtet werden. Dies wird unsere Arbeit in dem geforderten Projekt-Beirat maßgeblich lenken und der Maßstab der Bürger sein.

 

Die Umfrage befindet sich demnächst (1 Woche?) als LINK hier auf der Homepage und wurde extra für uns kostenlos entwickelt und programmiert!  DANKE