Bahnsinn-Bamberg
13Feb/14Off

Lüge oder Bauerntrick?

Wo bleibt denn der Bahnsinn in 2014?

Das neue Jahr steht seit gefühlt ewigen Zeiten schon unter dem unsäglichen Thema Wahlk(r)ampf! Was sollen wir denn da mit unserer Jahrhundert-Aufgabe mitreden, wenn es nur noch um Plakate, Parolen, Intrigen und Wählerfang geht? Sinnlos, wenn Inhalte hinter Prospekten verschwinden. Selbstdarsteller und Megaposter prägen das Stadtbild und manche Profilneurotiker erklären sich plötzlich zu neuen Stadt-Wunderheilern.

Was zählen da schon Fakten und die heimliche Gefahr der Bahn?

Genau in dieser realitätsfernen Zeit platzt uns nun langsam der Kragen. Wir haben uns zuletzt genug mit der 3m-Mauer-Verdummung der Bahn herumplagen müssen. Oder mit dem Märchensalat vom innovativen Lärmschutz, den es noch immer nicht gibt! Aber trotz aller Warnungen kriechen anscheindend die ersten Träumer aus den Wahlbüros und feiern 3m-Wände schon als neue Prophezeihung? Genau aus diesem Grund zeigen wir jetzt allen Bürgern den "Unterleiterbacher Mauerwahn". Ein eiskalter Bauerntrick der Bahn in 3 Akten. 

>> Gesamt-Übersicht

1.) öffentliche Information ab dem Jahr 1992

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Die Wände in Unterleiterbach werden "nur" 3,0 m hoch sein! Das war die ständige Information bei allen offiziellen Terminen und Besprechnungen. Inwieweit diese Höhe an dieser Stelle positiv ist, können jedoch nur die direkten Anwohner objektiv beurteilen!

 

2.) Eröffnung des Planfeststellungsverfahren 1994  

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Wie durch ein Wunder waren die Mauern stillschweigend auf 4,50 m Höhe korrigiert worden. Ohne Vorwarnung - ohne Hinweis. Einfach still und heimlich in die Pläne geschrieben. Noch nicht einmal Experten konnten das in den kurzen 4 Wochen der Einspruchzeit so schnell und umfassend erkennen.

 

3.) Planungbeschluss vom Eisenbahnbundesamt 1995

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Die Mauern bleiben bei 4,50 m fixiert! BEGRÜNDUNG: die alten Berechnungen der Bahn waren fehlerhaft. Wohlgemerkt - Lärm-Berechnungen der Bahn! Widerspruch war aber nun ausgeschlossen. Baubeginn -> 2014

 

3m-Wand-mini

Was hat das nun mit Bamberg zu tun?

Ganz einfach. Auch uns sollen 3 m-Mauern unterschoben werden. 3m aus denen auch wieder  4-5 m Monster werden! Das Schlimme daran ist, dass es Fraktionen und Stadträte gibt, die auf diesen Schwindel hereinfallen. Sie verschweigen den Menschen die Wahrheit und wiegeln ganze Ortsteile mit wilden Behauptungen gegen die Anwohner der Bahnlinie auf.

 

Alles nur wegen ein paar Wählerstimmen im Osten...?

 

Wir versprechen hiermit klar, deutlich und mit unbeugsamer Stimme:

Wer so eine Vermauerung auch nur ansatzweise duldet oder befürwortet, wird dafür noch in aller Ewigkeit angeprangert! Wer so etwas zulässt und die Teilung auch noch gut findet, diskriminiert Anwohner, Gärtner und unsere ganze  Stadt. Dafür werden wir ein Mahnmal aufstellen, damit unsere Kindeskinder noch in vielen Generationen wissen, wer ihnen diese Mauern angetan hat.

Selbst das Weltkulturerbe könnte damit in allerhöchste Gefahr geraten.
Das späte, dicke Ende von Unterleiterbach ist jetzt bestens bekannt. Wer diesen Warnschuss übersieht, darf sich über die Wucht unserer Ablehnung nicht wundern. Nur Ignoranten werden so etwas ausblenden. Deshalb haben solche Leute in dieser Stadt und im Stadtrat rein gar nichts mehr verloren!

 

30Sep/13Off

Die Bahn droht – WIR reagieren!

545606_web_2_by_Stefan Klaffehn_pixelio.deNeue Web-Seite für kostenlose Einsprüche ist online:

www.bahn-einwand.de

Jahrelang waren die Ausbaupläne der Bahn in weiter Ferne. Diskutiert und gebangt hatte man seit Jahren - alternative Varianten wurden gesucht und vorgeschlagen. Doch nun erscheinen alle Mühen vergebens. Die Bahn hat jetzt ihre indiskutablen Pläne für den nördlichen Landkreis eingereicht. Damit schafft sie Fakten bis in die Stadtgrenze von Bamberg hinein!

Ohne jede Rücksicht auf die Belange aller örtlich Betroffenen beginnt die Bahn mit der Zerstörung unserer Region. Und das im angeblichen Interesse der deutschen Allgemeinheit. Anscheinend gehören die Menschen im nördlichen Landkreis nicht zu dieser einheitlichen Gruppe? Werden sie die ersten Opfer sein, wenn es darum geht, die Last der Planung zu tragen. Diejenigen, die doch sogar Eigentümer der Bahn sind, sollen deren fehlende Kompromisswillen teuer bezahlen?

Bei genauer Betrachtung der nahezu unübersichtlichen Pläne wird das verheerende Ausmaß der zukünftigen Veränderung nach und nach immer deutlicher:

  • Biotope und FFH-Gebiete werden zerstört, ganze Flüsse verlegt
  • Erholungsgebiete werden zerschnitten oder abgetrennt
  • Gemeinden zerteilt und Nachbarn getrennt
  • Zwangsenteignungen drohen - Firmen, Landwirte und Angestellte bangen um ihre Zukunft
  • behinderte Menschen werden diskriminiert - die Teilnahme am ÖPNV wird nahezu unmöglich
  • die Gemeinden stehen vor schier unüberwindlichen Problemen und Kosten

Um diese Folgen abzuwenden oder wenigstens zu mindern steht jetzt nur noch 1 Monat Zeit zur Verfügung. Am 30.10. (Poststempel) endet für die Betroffenen und alle Bürger in ganz Deutschland jegliche Chance, Einsprüche geltend zu machen. Versäumen Sie diesen Termin, verlieren Sie alle Rechte - für immer. Die Bahn erhält damit Baurecht für ihre perfiden Pläne im Norden.

Die Gefahr meterhoher Mauern rückt bedrohlich nahe

Genau dieses Baurecht kommt aber auch dem Ende aller Bamberger Bemühungen für eine optimale Lösung gleich. Die preiswerteste und schonenste Lösung, eine unterirdische Güterzug-Umfahrung wäre tot. Der Güterzug-Tunnel unter der Stadt wird mehr als fraglich und sogar der Weltkulturerbestatus würde wieder gewaltig wanken. Der ergebnisoffen gepriesene Koordinierungskreis wäre (also doch?) nur das übliche Placebo von Bahn und Politik. Der ganze Verhandlungsspielraum der Stadt wäre zerstört.

Kampflos räumen wir niemals das Feld

layout_wGemeinsam mit den betroffenen Bürgern im Landkreis werden wir den ganzen Monat nutzen und an der Seite mit den Gemeinden für unser gutes Recht kämpfen. Vor einem Jahr von uns angestoßen, haben sich nun endgültig Gemeinden (außer Zapfendorf) und Stadt vereint und ziehen an einem Strang. Gemeinsam mit der BI "Das bessere Bahnkonzept" haben wir in Windeseile eine Einspruchs-Webseite erstellt:

www.bahn-einwand.de

Hier haben alle Menschen (auch im restlichen Deutschland) die Gelegenheit, ihre persönlichen Einsprüche direkt am eigenen PC zu erstellen. Hier finden sich auch alle Pläne, Orts-Termine, Informationen und Links zu erfahrenen Anwälten sowie Kontaktadressen. Diese Hilfe stärkt die Solidarität im ganzen Landkreis und ist ein klares Zeichen für den gemeinsamen Kampf gegen diese Bahn-Willkür.

>>  ausführliche Erläuterung zur Einspruchs-Webseite  <<

Leider müssen wir als souveräne Bürger sogar schon für die eigenen Rechte in diesem Land bedingungslos kämfen. In allen Gemeinden liegen die Pläne aus und Einwendungen können auch dort abgegeben werden. Doch die größte Warnung können wir gar nicht laut genug aussprechen:

Verhandeln oder sprechen Sie niemals ohne Anwalt mit der Bahn!

Dort sind Vollprofis beim Einsammeln von Grund und Boden am Werk. Die arbeiten nur für die Interessen der Bahn - aber EUER Eigentum und EUER Recht interessiert niemanden von der Bahn. Nutzen Sie Ihr Recht, machen sie eine Beweissicherung und schieben Sie allen Spielchen und kalten Enteignungen einen klaren Riegel vor!

Niemand ist alleine - WIR sind Viele

 

Wir stehen gerade in dieser Zeit aktiv Seite an Seite - unsere Treffen sind offen für alle Bürger:

immer DIENSTAGs  -->  ab 18:30 Uhr  -->  TAMBOSI am ZOB

Jeder Bürger aus Nah und Fern ist willkommen - aus Eurer Meinung entsteht das Ergebnis der Bürger-Initiativen!

6Feb/13Off

Keine Denkverbote – ergebnisoffene Prüfung

Drohungen der Bahn sind vom Tisch

Das wertvollste Ergebnis der Koordinierungs-Sitzung war die Erkenntnis - es wird eben nicht gebaut, was "die Bahn" befiehlt. Niemals ohne eine sachgerechte Prüfung und schon mal gar nicht aufgrund irgend welcher Kostenbremsen. Bamberg ist zu wertvoll für die falsche Mathematik der Bahn. "Das zahlt die Bahn eh nicht" - seit dem 25.1. ist dieser Satz tabu.

Nicht einmal der ICE-Systemhalt darf gefährdet werden, denn er wurde im Mai 1995 von Bund und Bahn per Planungsbeschluss besiegelt. Noch mehr - auch im Landesentwicklungsplan Bayern ist er fest verankert!

Elementare Meilensteine dürften an diesem Tag eine große Rolle gespielt haben. Beispiel "Offenburg": Dort hat die Stadt vorher bei einem Besuch erfahren, wie es dieser Stadt gelang, die Fesseln der Bahnplaner abzulegen. Die geschlossene Allianz mit den Bürgern und ca. 46.000 Einwendungen hat hier alle alten Pläne über Bord geworfen.

Oder die Drohungen der AG Bahnsinn, die höchsten Gerichte in Karlsruhe oder Leipzig anzurufen? Dieses Recht schwebt nun wie ein Schwert über den weiteren Gesprächen, denn die Zündschnur ist nur zurück gelegt. Sie einzusetzen ist etwas, was nun alleine in den Händen der Bahn liegt. Wir können gerne darauf verzichten! Mitentscheidend war auch die unmissverständliche Haltung aller Anwesenden und des OB Starke gegenüber den Vertretern von Bahn und Verkehrsministerium. Es war ein fatales Eigentor dieser Herren, den UNESCO-Status wegen "läppischer" Mauern abzuwinken...

Durch diesen Tag sind wir endlich in die erträumte Wunschposition gekommen:

ALLE Varianten werden neutral geprüft - ergebnisoffen und ohne Kostendruck!

JA - ihr lest richtig! Wirklich alle 9 möglichen Lösungen stehen auf dem Prüfstand und es besteht nun die echte Chance auf einen Königsweg. Es wird kein Spaziergang, gilt es doch ernsthaft alle Vor- und Nachteile korrekt abzuwägen. Bis zum Vorliegen von Ergebnissen und Gutachten wird jede Variante neutral betrachtet. Wir haben intern schon unendlich viele Stunden damit verbracht, doch lassen wir uns lieber von objektiven Fachleuten überzeugen.

Diese neue Chance werden wir auch als Konter gegenüber den bisherigen Plänen ausnutzen. Schon bald eröffnen wir eine Plattform, auf der jeder Bürger das FÜR und WIDER zu den 9 Varianten beisteuern kann. Das soll helfen, auch wirklich alle Sorgen, Ideen oder Wünsche zu berücksichtigen. Eine stärkere Bürger-Mitsprache kann es schon fast nicht mehr geben.

Wichtig ist jedoch - wir tolerieren keine vorzeitigen Jubelarien für die eine oder andere Lösung. Lasst Euch von niemandem etwas einreden - abgerechnet wird erst nach sachlich korrekter Prüfung durch anerkannte und neutrale Fachleute. Erst danach können wir wirklich beurteilen wo der beste Weg für Bamberg, seine Bürger und die Region verlaufen wird.

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